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Steildach mit Wärmedämmung
Steildach mit Wärmedämmung


3-Familienhaus nachher, Sanierung, Modernisierung von Fassade, Dach und Balkon
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  Wärmedämmung, Dachdämmung, Fassadendämmung, WDVS
Wissenswertes
Dämmwirkung

Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit Ihrem flauschigen Wollpullover bekleidet Rad. Je schneller Sie fahren, desto mehr Luft durchströmt das Kleidungsstück, Ihnen wird kalt. Sie ziehen eine dünne Windjacke aus winddichtem Material über Ihren Pullover und fühlen sich wieder richtig wohl.



Was ist geschehen?


Die Dämmwirkung Ihres Pullovers basiert auf auf dem Einschluss von ruhender Luft. Wird diese Luft bewegt, verliert der Pullover seine Dämmwirkung. Auf dieser Basis funktioniert die Wärmedämmung an Ihrem Haus!


Energieverluste


Bei den Energieverlusten am Haus ist zwischen Transmissionswärmeverlusten über die Wärmedämmung und Lüftungswärmeverlusten zu unterscheiden.Während bei der Wärmedämmung ein hoher Standard erreicht ist, wurde der Senkung der Lüftungswärmeverluste zu wenig Beachtung geschenkt, obwohl weil bei modernen Häusern die Lüftungswärmeverluste über 50 Prozent betragen können.

Untersuchungen haben gezeigt, dass in wärmegedämmten Gebäuden hohe Mengen warmer Luft durch Lecks in der Gebäudehülle verloren gehen. Die Raumheizung wirkt wie ein Kamin für die kalte Außenluft. Warme Raumluft steigt auf und entweicht durch die Lecks im Dach. Kalte Außenluft strömt durch Lecks im unteren Bereich nach. Es entsteht Zugluft und in den Bereichen des Kaltlufteintritts kann es zur Schimmelbildung aufgrund Taupunktunterschreitung kommen. Bei einem fachgerechten Einbau der Dampfbremse am Dach oder im Bereich der Fensteranschlussfugen insbesondere beim anbringen eines Wärmedämmsystems kann dieser Effekt vermieden werden.


Taupunktunterschreitung


Jeder kennt den Effekt, das gekühlte Gefäss aus dem Kühlschrank fängt in der Raumluft sofort “zu schwitzen” an. Dieser Effekt, eingetreten an abgekühlten Aussenbauteilen von Gebäuden, wird dort in kürzester Zeit zum Problemfall.

Der Hintergrund: Die Fähigkeit der Luft, Feuchtigkeit aufzunehmen ist von ihrer Temperatur abhängig. Je höher die Lufttemperatur, desto mehr Luftfeuchtigkeit kann sie aufnehmen. Kühlt sich diese feuchtegeladene Luft auf ein bestimmtes Maß ab, den Taupunkt, kondensiert die Luftfeuchte aus. Die Grundlage für Schimmelpilzbildung in Wohnräumen ist gelegt.


Umwelt


Je mehr in einem Gebäude geheizt wird, desto größer ist der Kohlendioxidausstoß. Kohlendioxid trägt zur drohenden Klimaveränderung durch den Treibhauseffekt bei. In Deutschland werden in privaten Haushalten durchschnittlich 30% des gesamten Energieeinsatzes verbraucht davon allein etwa 70% für die Heizung. Wer Maßnahmen zur energetischen Modernisierung umsetzt, leistet nicht nur einen Beitrag zum Energiesparen, sondern auch zum Klimaschutz.

Alt und voller Energie


Wie erfolgreich energetische Modernisierungsmaßnahmen im privaten Gebäudebestand sein können, lesen Sie auf den Seiten Einfamilienhausbesitzer und Mehrfamilienhausbesitzer.


Dämmung

Die Wirkung aller Wärmedämmung beruht auf den Lufteinschlüssen im Dämmmaterial (Polystyrol, Zellulose- flocken, Kork, Woll-, Mineralfaser oder anderen Materialien):
Voraussetzung für die dämmende Wirkung dieser Lufteinschlüsse ist aber deren Schutz vor Luftbewegung. Deshalb ist bei der idealen Dämmkonstruktion der Dämmstoff allseitig abgeschlossen:

Auch die wärmedämmende Wirkung eines Wollpullovers beruht auf unbewegten Lufteinschlüssen in den Fasern: Sobald ein kalter Wind bläst, lässt die Dämmwirkung nach. Ziehen Sie eine dünne Windjacke darüber, ist die wärmende Wirkung wieder hergestellt.

Quelle: Moll, bauökologische Produkte

Wärmedämmstoffe im Vergleich:


DämmstoffRohdichte [kg/m³]k-Wert [W/m2K]Schadstoff-abgabe
bei der Nutzung
Schadstoff-abgabe
entlang der
Produkt-lebenslinie
Primär-
energie-
inhalt
Bau-
stoff-
klasse*
Blähglimmerschüttung (Vermiculit)70 - 1500,07neinneinmittelA
Blähperlit-Schüttung900,05neinneinmittelA
Blähton-Schüttung 3000,16neinneinmittelA
Cellulose-Schüttung (Recycling)500,045neinnein1)sehr geringB
Holzfaser-weichplatten130 - 2700,05neinnein1)sehr geringB
Holzwolle-Leichtbauplatten3600,09neinneingeringB
Kokosfasermatten bzw. -platten75 - 1250,045neinneingeringB
Kork120 - 2000,045nein3)nein3)geringB
Mineralwolleplatten (Glas, Steinwolle)800,04möglich2)ja1),2)mittelA
Polystyrol-Platten30 - 600,03ja4)ja4)hochB
Polyurethan-Platten300,025möglich5)ja5)hochB
Schafwolle20 - 1200,04nein7)nein7)geringB
Schaumglas-Platten1300,05nein6)neinmittelA
Schilfrohr-Plattenk.A.0,06neinneingeringB
Strohplatten5000,11neinneingeringB

1) = Ggf. Atemschutz bei der Verarbeitung zum Schutz gegen Faserfreisetzung erforderlich.
2) = Fasern kritischer Geometrie sind im Tierversuch krebserzeugend. Faserfreisetzung ggf. möglich.
3) = Bei schlechten Qualitäten bzw. bei Verwendung von Chemikalien Emissionen möglich.
4) = Bei Gebrauch Abgabe von Styrol möglich. Bei der Herstellung und im Brandfall Frei-setzung giftiger Chemikalien.
5) = Bei Gebrauch Abgabe von Reaktionsprodukten der Isocyanate nicht auszuschließen. Bei der Herstellung und im Brandfall Freisetzung giftiger Chemikalien.
6) = Bei Verletzung der Poren Freisetzung von Schwefelwasserstoff.
= Pestizidrückstände möglich. Verwendung von Mottenschutzmitteln möglich.
*Baustoffklassen: A = nicht brennbar; B = brennbar
Geschrieben am Wednesday, 04.March. @ 12:51:55 CET von GBiegel
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